Wäsche waschen mit Soda

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Soda ist ein traditionelles und günstiges Reinigungsmittel für den Haushalt. Soda ist leicht zu dosieren und verträglich für die Umwelt. Es hat eine große Palette an Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel als Waschmittelzusatz.

Die wichtigsten Infos zum Thema “Wäsche waschen mit Soda”.

Wirkung auf die Wäsche

Soda ist ein guter Waschmittelzusatz. Soda reagiert in wässriger Lösung alkalisch. Es bildet eine Lauge. Säuren haben einen niedrigen ph-Wert, eine Lauge besitzt einen besonders hohen ph-Wert. Der Kontakt mit Lauge zerstört  die Membran von Bakterien, wodurch sie nicht mehr lebensfähig sind (antibakterielle Wirkung).

Mit Soda gewaschene Kleidung hat einen besonderen Frische-Duft nach dem Waschen. Soda löst außerdem Fette und bekämpft Schweißrückstände und Flecken. Die besondere Waschkraft von Soda macht weiße Wäsche weißer und lässt zugleich die Farben strahlen.

VORSICHT: Soda zerstört tierische Eiweiße! Daher sind zum Beispiel Seide (von der Seidenraupe) und Wolle (unter anderem vom Schaf) nicht zum Waschen mit Soda geeignet. Geeignet sind beispielsweise Baumwolle (von der Baumwollpflanze) und Polyester (synthetischer Stoff).

Soda hinterlässt keine Rückstände an der Kleidung.

Wirkung auf den Waschvorgang

Schon bei niedrigen Temperaturen hat Soda eine starke Wirkung. Daher besteht die Möglichkeit bei niedrigeren Temperaturen zu waschen. Dies spart Strom, da die Waschmaschinee ein echter Stromfresser ist.

Quellen:
http://www.strom-sparen.com.de/stromspartipps/stromsparendes-waschen.html

Wirkung auf die Maschine

Ein weiterer Vorteil von Soda kommt vor allem bei hartem Wasser zum Tragen. Soda macht das Wasser weicher. Hartes Wasser hat eine hohe Konzentration an Magnesium- (Mg2+) und Calcium-Ionen (Ca2+). Diese reagieren (z.B. mit Waschpulver) zu unlöslichen Verbindungen. Zum Einen kann das Waschmittel nicht sein volles Potential ausschöpfen, zum Anderen können die Ablagerungen Maschinen kaputt machen und Rohre verstopfen.

Soda als Wasserenthärter wurde schon im 19. Jahrhundert verwendet. Soda, bzw. Natriumcarbonat (Na2CO3) reagiert im harten Wasser bevorzugt zu Calcium-Magnesium-Carbonat (CaMg(CO3)2), auch Dolomit genannt. So werden die lästigen Calcium- und Magnesium-Ionen neutralisiert. Das Wasser wird mit Natrium-Ionen (Na) angereichert, dies hat jedoch keine technischen Folgen.

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserenthärtung

Abwassergefahr?

Für Soda gibt es keine speziellen Regelungen bei der Entsorgung. Man darf es also zum Abwasser folgenfrei hinzufügen. Durch die weiteren Spülgänge mit klarem Wasser wird restliche Sodalauge auch schnell aus der Wäsche entfernt. Mit Sodalauge gewaschene Wäsche muss immer mit klarem Wasser (nach-)gespült werden.

Grenzen von Soda in der Waschmaschine

Soda ist kein Tensid. Tenside helfen den Schmutz leichter von der Kleidung zu lösen. Soda alleine ist kein effizientes Waschmittel.
Soda zerstört tierische Fasern. Daher sind nicht alle Stoffe zum Waschen mit Soda geeignet (z.B. Wolle und Seide).

Sicherheitshinweis

Zur Sicherheit empfehlen wir beim Umgang mit Sodalauge Haushaltshandschuhe, da Soda eine stark alkalisch ist und Hautirritationen verursachen kann. Sollte dennoch etwas auf die Haut kommen: unter fließendem Wasser abspülen (Verdünnen der Lauge).

Anwendung

Man kann Soda einfach zum Waschmittel hinzugeben. Ein Löffel Soda ersetzt einen Löffel Waschmittel. Hier darf ausprobiert werden, viele Kunden mischen es 1:1 (hälfte Soda, hälfte Waschmittel).